Tresor

AdventureRooms, Bern on Escape Room Guide
Bewertung Tresor, AdventureRooms, Bern on Escape Room Guide

AdventureRooms, Bern

 

 

Art: Krimi

 

Story

Wir sollen in ein Geheimlabor, in dem chemische Waffen entwickelt wurden, einbrechen, damit wir mit den von uns sichergestellten Beweisen den Schurken das Handwerk gelegt werden kann. Der Treffpunkt ist an einer Strassenecke, wo wir von einer Kontaktperson abgeholt werden. Auch dies geschieht im Geheimagenten-Stil: Eine Person in schwarzem Mantel und Hut kommt auf uns zu und gibt uns zu verstehen, dass wir ihr unauffällig folgen sollen. 

Soweit ein gelungener Start der Einführung, die sicherlich, je nach Spielleiter, etwas besser oder schlechter umgesetzt wird - schauspielerische Ambitionen sind nicht jedem gegeben. 

Angekommen im AdventureRooms-Lokal erhalten wir die Unterweisung und starten danach ins Spiel. 

Im Raum selbst zieht sich die Story einigermassen weiter, aber nicht so deutlich, dass dies alle von uns mitkriegen. Einige unserer Gruppe hatte den Eindruck, als ob die Story auf der Strecke geblieben wäre. Der andere Teil war jedoch der Meinung, dass die Story zwar im Raum vorhanden gewesen sei, jedoch nicht viel wert darauf gelegt wurde diese zu erzählen.

Warum man aber schon in der Beschreibung des Raumes den Höhepunkt des ganzen Spiels - Die Bombe - verraten muss, bleibt uns allen ein Rätsel, welches wir nicht zu lösen vermögen.

 

 

Raumdesign

Auch hier war unser Team geteilter Meinung. Während das Raumdesign von den einen als nicht spektakulär, aber dennoch OK beschrieben wurde, war es nach dem Empfinden der anderen nur schlecht, respektive gar nicht vorhanden. Gegen das Argument von nüchternen und kahlen Räumen, erwiderten die Befürworter, dass Schurken sicherlich nicht ein Vermögen in die Gestaltung eines geheimen Labors investieren würden. Somit haben wir uns darauf geeinigt, dass das Aussehen der Räume zwar thematisch passend war, jedoch kein grosser Aufwand dafür betrieben wurde. Die Liebe zum Detail dürfte definitiv grösser sein.

Was uns störte war, dass einige Dinge stark abgenutzt waren und der Reparatur bedurften - dies bei einem neu eröffneten Raum. Bilder, die einmal mit der Wand verleimt waren, aber nur noch teilweise hielten, Schraubdeckel, die anscheinend nicht zum Öffnen gedacht waren, sich jedoch mühelos öffnen liessen usw... Auch empfanden wir die zahlreichen mit Schlössern versehenen Kisten auf dem Boden als altbacken und nicht nach aktuellem "State Of The Art".

 

Rätsel

Dies ist ein sehr schwerer Raum, daher auch weniger für Escape-Room-Anfänger zu empfehlen. Was im Design an der Liebe zum Detail fehlte, wurde hier dafür um so mehr in die Rätsel gesteckt. Die auf einem hohen Niveau angesiedelten Rätsel sind sehr herausfordernd, aber lösbar. Obwohl die Mehrheit der Rätsel leider auf dem Prinzip der Zahlenschlösser aufgebaut sind, sind die Lösungswege zu den benötigten Zahlen originell, abwechslungsreich und machen Spass.

Trotz dem eher schwachen Design hatten wir dank diesen Rätseln Freude an diesem Raum. 

 

Fazit

Wem Rätsel wichtiger sind als Design oder Story, ist in diesem Raum sehr gut aufgehoben. Anfänger und Spieler, denen das immersive Erlebnis wichtiger ist als herausfordernde Rätsel, würden wir diesen Raum nicht empfehlen. 

Im Grossen und Ganzen sind wir der Meinung, dass auf Story und Design in momentanen Räumen deutlich mehr Wert gelegt wird.

 

 

P.S..: Normalerweise äussern wir uns nicht über Game-Master, da diese unserer Meinung nach (bis auf eventuelle schauspielerische Einlagen) nicht zum Spiel gehören. In diesem Spiel hatten wir jedoch einen Game-Master, der 15 Minuten lang nicht bemerkte, dass ein Rätselmechanismus nicht funktionierte und dadurch ein Viertel (!) unserer Spielzeit verschwendet wurde, die er uns am Ende der Spielzeit nicht gewährte.

Nicht. Cool.

 

Gespielt von

Lukas, Marijke, Sandro und Stefan

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